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Auf den Punkt topfit gemacht
Dirigent Matthias Imhof legt Wert auf Dynamik und Rhythmik und hat damit
großen Erfolg
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Zum Herbstkonzert hatte
der Musikverein Ehrstädt-Hasselbach in die Seewiesenhalle eingeladen.
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Sinsheim-Ehrstädt
(hk) Man kann ihn mit einem Spitzentrainer der Bundesliga vergleichen.
Immer darauf bedacht, die Mannschaft in allen Bereichen auf das
Highlight der Saison hinzuführen: auf das Finale. Für die Musikerinnen
und Musiker des Musikverein Ehrstädt-Hasselbach ist das Finale das
jährliche Herbstkonzert. „Er hat uns wieder auf den Punkt topfit
gemacht“, stellte Vorsitzender Arno Schneider bei seiner Begrüßung am
Samstagabend in der Seewiesenhalle fest. Und er sollte Recht behalten.
Dynamik und Rhythmik stimmten bei den Vortragsstücken, die Imhof bereits
nach dem letztjährigen Konzert im Kopf „herumschwirrten“.
Schon im letzten Jahr erwähnte der
Dirigent, dass in der Kapelle wesentlich mehr Potential steckt, als sie
von sich preisgibt. „Ausbaufähig“ nannte es Imhof lächelnd. Die knapp 40
Mann und Frau starke Kapelle ließ auch in diesem Jahr spüren, dass sie
viel Spaß am Musizieren hat und die Gewissenhaftigkeit, die der
„Trainer“ bei den Proben an den Tag legt letztendlich auch zum Erfolg
führt.
Die musikalische Qualität, die sich der Musikverein seit dem
Dirigentenwechsel vor zwei Jahren erarbeitet hat lässt manchen
Blasmusikfreund „mit der Zunge schnalzen“. Sicherlich liegt es auch
daran, dass die „alten Hasen“ im Verein, wie Uwe Dorsch, Jürgen Hodel, Arno Schneider
und Klaus Guschl, mit jungen Musikerinnen und Musikern musizieren, die
in den letzten Jahren eine solide Ausbildung über die Haley Musikschule
und die angebotenen D-Lehrgänge des Blasmusik-Kreisverbands genossen
haben.
Es hätten gut und gerne noch ein paar mehr Gäste beim Konzert in die
Seewiesenhalle gepasst, dennoch war der Musikverein mit dem Besuch
zufrieden. Neben dem Ehrenvorsitzenden Ottfried Moser konnte der
Vereinsvorsitzende auch die Vertreter der drei Ortsverwaltungen aus den
drei Bergdörfern Adersbach, Ehrstädt und Hasselbach und der örtlichen
Vereine begrüßen.
Die sieben Jungmusikerinnen und Jungmusiker, verstärkt durch einige
Aktive der Gesamtkapelle eröffneten das knapp zweistündige Konzert mit
drei Liedern. „Eleni“ von Erwin Jahreis, „Already gone“ von Brian Scott,
und zur Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit „Feliz Navidad“
von Michael Brown. Jugenddirigentin Anna Paulus hatte auch ihre Jungs
und Mädels sehr gut auf den Konzertabend vorbereitet. |
Im Rahmen
des Konzerts wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Eine Vereinsehrung
erhielt Ingolf Lehnert, der bereits seit 25 Jahren aktiv musiziert. Er wurde
mit der Vereinsehrennadel in Silber ausgezeichnet. Georg Werkmann,
Ehrenvorsitzender des Blasmusik-Kreisverbands Rhein-Neckar, und seit
Jahrzehnten mit den Ehrstädt-Hasselbachern sehr verbunden, nahm die Ehrungen
des Blasmusikverbands Baden-Württemberg vor. Seit 20 Jahren gehören Tanja
Hodel, Melanie Söhner, Klaus Rödler und Mario Vierling aktiv dem Musikverein
an. Sie erhielten die silberne Ehrennadel ans Revers geheftet. Seit 30
Jahren sind Alexander und Thorsten Brietz sowie Holger Söhner musikalische
Säulen im Verein. Sie wurden mit der goldenen Ehrennadel des
Blasmusikverbands ausgezeichnet.
37 Köpfe zählte der gewissenhafte Zuhörer auf der Bühne, teilweise verdeckt
von den Notenständer, obwohl auch in diesem Jahr wieder eine „konzertante“
Anordnung der Kapelle auf der erweiterten Bühne erfolgte. Die Musikerinnen
und Musiker musste man ja nicht unbedingt sehen, sondern hören. Und schon
das erste Musikstück, ein Klassiker der Blasmusik „Gruß an Böhmen“ von
Vaclav Vackar versprach einen hohen Musikgenuss an diesem Abend. Mit der
„Concordia Overture“ von Wilhelm Koenen steigerte sich die Kapelle noch
einmal in der Dynamik. Ihren ersten offiziellen Auftritt mit der
Gesamtkapelle hatten die Jungmusiker des Vereins bei den „Selections from
the Lion King“ in einem Arrangement von Paul Lavender. Wer kennt nicht die
beliebten Melodien aus dem weltbekannten Film und Musical „Der König der
Löwen“, die man gerne mitsummte. Mit der Konzertpolka „Morgengedanken“ von
Norbert Gälle ging es in die Pause.
Schon seit Jahrzehnten im Repertoire, aber noch nie so gefühlvoll
vorgetragen wurde der „St. Louis Blues“ von W.C. Handy von den Bläserinnen
und Bläsern. Im Medley „The Cream of Clapton“ hat Ron Sebregts die
bekanntesten Hits des englischen Blues- und Rock-Gittaristen
zusammengestellt, die die Kapelle locker und leicht bewältigte.
Vize-Dirigent Alexander Brietz studierte mit der Gesamtkapelle den Klassiker
aus dem Film Sister Act „I will follow him“ in einem Arrangement von Harald
Kolasch ein und hatte damit ebenfalls großen Erfolg.
Eine Hommage an die deutsche Eurovision-Song-Contest-Gewinnerin Lena
Meyer-Landrut präsentierte der Musikverein dann mit dem Titel „Satellite“.
Den Abschluss des Konzerts bildete das Medley von Walter Tuschla „Musik
liegt in der Luft“, dessen Titel auch das Motto des Konzertabends
darstellte. Mit der Zugabe aus dem „König der Löwen“ verabschiedete sich die
Kapelle von ihrem Publikum. Vorsitzender Arno Schneider bedankte sich bei
allen Mitwirkenden, insbesondere bei den Musikern und Dirigenten, die in den
letzten Wochen wieder harte Arbeit leisten mussten, bis das Konzertprogramm
stand. Blumen gab es auch für die Moderatorinnen des Abends, Christina Bauer
und Michaela Paulus.
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