
Michael
Preetz beerbt Dieter Hoeneß 2009 als Manager bei Hertha BSC
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www.sport1.de
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Berlin/Hoffenheim.
Unflätige Worte vom Chefscout und forsches Wildern im
Talente-Reservoir: Zwischen Hertha BSC und 1899 Hoffenheim
herrscht Verstimmung - die die Berliner zu einem Beschwerdebrief
an 1899 und eine Protestnote bei der DFL veranlasst hat. Der
Zweitliga-Spitzenreiter beklagt sich in dem Schreiben über das
aggressive Abwerben der Kraichgauer von Jugendfußballern und
auch über das Gebaren eines Hoffenheimer Scouts. Einen
entsprechenden Bericht der "Berliner Morgenpost" bestätigte
Hertha-Sprecher Peter Bohmbach.
Hausverbot für Chefscout
In der Kritik steht vor allem der Hoffenheimer Chefscout
Wolfgang Geiger. Ihm und den Mitarbeitern seiner Abteilung wurde
von den Berlinern Hausverbot für den gesamten Berliner
Olympiapark und die Geschäftsstelle von Hertha BSC bei Spielen
sowie bei Trainingseinheiten erteilt. Geiger habe bei einer
Unterhaltung am 16. März mit einem Spielerberater und dem
Berliner Nachwuchsscout Wolfgang Damm, die sich über den Abgang
eines 14- und 15-Jährigen nach Hoffenheim unterhielten,
beleidigende Worte fallen lassen.
"Was bildet sich Hertha BSC ein, dieser Stasi-Verein?"
Bemerkungen wie "Die große Hertha macht sowieso nur Scheiße"
oder "Die Spieler haben alles richtig gemacht. Was bildet sich
Hertha BSC ein, dieser Stasi-Verein?" sollen gefallen sein.
Hoffenheims Manager Ernst Tanner habe sich dem Bericht zufolge
für den Vorfall entschuldigt. "Das war in einem Streitgespräch.
Aber das ist ein verbaler Ausrutscher. Das können wir nicht
gutheißen", wurde Tanner zitiert.
"Immer rüder werdende Abwerbe-Praxis"
Hertha geht es aber nicht nur um Geigers Ausfälle, sondern um
ein grundsätzliches Thema: Die deutschen Profiklubs haben sich
grundsätzlich darauf verständigt, nicht gegenseitig Talente aus
den klubeigenen Akademien abzuwerben. "Ganz klar stellen wir uns
dem Wettbewerb", sagt Hertha-Manager Michael Preetz. "Was wir
aber nicht hinnehmen werden, sind die Auswüchse einer immer
rüder werdenden Abwerbe-Praxis mancher Vereine." |