|

|
Sinsheim.
Der RNZ-Artikel „Eskalation
nur um Haaresbreite vermieden“, der heutigen RNZ (Sinsheimer
Ausgabe) wirft aus der Sicht des Fanverbands Supporters
Hoffenheim ein völlig falsches Licht auf die Hoffenheimer
Fanszene. Mit an Kriegsberichterstattung erinnernden
Formulierungen – „äußerst gefährliche Situation“, „in der Art
eines militärischen Aufmarsches“, „äußerst aggressive
Hoffe-Anhänger“ – werden hier verbale Ausfälligkeiten Einzelner
zu einem in der Realität gar nicht vorhandenen Gewaltpotential
der Hoffenheim-Fans aufgebauscht. Tatsächlich waren etwa 150
Hoffe-Fans aus verschiedenen Fanclubs völlig friedlich und
entspannt und keinesfalls in Marschformation gemeinsam vom
Bahnhof zum Stadion gelaufen. Dort eingetroffen wurden,
provoziert von einzelnen Lautern-Anhängern, ein paar
Schmähgesänge skandiert – und das war es im Wesentlichen auch
schon. Fliegende Bierbecher können schon allein aus dem Grund
nicht aus dem Hoffenheimer Zug gekommen sein, weil dort gar
keine Becher mitgeführt wurden. Stattdessen wurden diese, wie
beobachtet wurde, aus dem Stadionbereich von Lauterer Anhängern
geworfen. Dennoch: Die durchaus vor Ort befindlichen
Sicherheitskräfte hatten keinen Grund zum Eingreifen, auch weil
sich verantwortungsvolle Hoffenheimer sogleich trennend und
deeskalierend zwischen die Lager stellten. Die Polizei hat sogar
die Friedlichkeit der Hoffe-Fans in einem Nachgespräch
ausdrücklich gelobt. Sicherlich sind Schmähgesänge nichts, auf
was man als Fan sonderlich stolz sein muss, und sicherlich
hatten sich die überwiegend friedlichen Lauterer die Schmähungen
auch nicht verdient. Solche harmlosen Scharmützel, wie sie in
Fußballstadien immer wieder vorkommen, aber derart zu einem
angeblichen Sicherheitsrisiko hochzuspielen, wie es die RNZ
getan hat, darin sehen wir auch eine unverantwortliche verbale
Eskalation. Bezeichnend auch, dass die vor Spielbeginn im
Lauterer Block gezündeten Rauchbomben und die Schmähgesänge
gegen Dietmar Hopp im RNZ-Bericht keine Erwähnung finden. Wir
möchten allen Fans und Zuschauern, auch der Gästeseite, sagen,
dass sie unbesorgt in unsere Rhein-Neckar-Arena kommen können.
Die Hoffenheimer Fanszene ist nicht aggressiv oder gewalttätig,
sie weiß sich aber auch so zu wehren. Und die Punkte dürfen die
Gäste, wie am Samstag, dann gerne bei uns lassen.
Der Vorstand des Fanverbands
Supporters Hoffenheim
gez. Thomas Schmitz-Günther,
Pressesprecher |