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Gylfi Sigurdsson (Mitte) kam zu
Saisonbeginn vom englischen Zweitligisten FC Reading
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Sinsheim/Hoffenheim.
1899 Hoffenheim hat den 1. FC Kaiserslautern in einem verrückten
Spiel mit offenem Visier noch tiefer in die Krise geschossen.
Der in der Rückrunde noch sieglose Aufsteiger aus der Pfalz
unterlag unglücklich mit 2:3 (0:2) im Südwestderby und muss nach
der dritten Pleite in Folge immer mehr um den Klassenerhalt
bangen. Der Isländer Gylfi Sigurdsson (28.), Sebastian Rudy
(40.) und der bosnische Torjäger Vedad Ibisevic (62.) trafen für
die Kraichgauer, die dem neuen Trainer Marco Pezzaiuoli den
zweiten Sieg in Folge bescherten.
Rot gegen Braafheid
Der Österreicher Erwin Hoffer (58.) und der Brasilianer Rodnei
(59.) waren für den FCK erfolgreich, der nach einer Roten Karte
gegen den Hoffenheimer Edson Braafheid wegen einer Tätlichkeit
(79.) gegen Christian Tiffert in der Schlussphase in Überzahl
agierte. Der ehemalige Münchner war erst fünf Minuten zuvor
eingewechselt worden. Die rund 30.000 Zuschauer in der
Rhein-Neckar-Arena sahen in den ersten Minuten eine weitgehend
ausgeglichene Partie. Die Hoffenheimer hatten zwar mehr
Spielanteile, dafür wirkten die Lauterer gefährlicher und
erarbeiteten sich die erste gute Chance der Begegnung. Nach
einem Freistoß von FCK-Spielmacher Christian Tiffert scheiterte
Innenverteidiger Rodnei per Kopf am Hoffenheimer Torwart Tom
Starke (10.).
Starke hält 1899-Kasten sauber
Auch im Anschluss strahlten die Gäste, bei denen Kapitän Martin
Amedick, Pierre de Wit, Jan Simunek und Ilijan Micanski fehlten,
große Torgefahr aus. Nach einem schnell vorgetragenen Gegenstoß
fand der kroatische Nationalspieler Ivo Ilicevic erneut in
Starke seinen Meister (13.). Dagegen verzeichneten die
Hoffenheimer, die ohne Chinedu Obasi und Tobias Weis auskommen
mussten, erst nach einer Viertelstunde eine Möglichkeit durch
einen Freistoß des Bosniers Sejad Salihovic. Nur drei Minuten
später waren die Pfälzer wieder der Führung nahe. Diesmal vergab
Jan Moravek die Chance (18.). Kurz darauf mussten die Lauterer
den am rechten Knöchel verletzten Oliver Kirch durch den
tschechischen Neuzugang Adam Hlousek ersetzen (27.).
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Lautern geschockt
Das siebte Saisontor Sigurdssons konnte allerdings auch der in
dieser Szene zurückgeeilte Hlousek nicht verhindern. Der Treffer
stellte den Spielverlauf zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf. Nach
dem Rückstand waren die Lauterer sichtbar geschockt und verloren
die Kontrolle über das Spiel. Das erste Saisontor Rudys, bei dem
Lauterns Torwart Tobias Sippel keine gute Figur machte, war die
Folge der Unordnung in der FCK-Defensive. In den letzten Minuten
des ersten Abschnitts hatten die Gäste sogar Glück, dass sie
keinen weiteren Treffer kassierten. Zu Beginn des zweiten
Durchgangs brachte Lauterns Trainer Marco Kurz in Hoffer einen
zweiten Stürmer.
Ibisevic eiskalt
Zunächst musste allerdings Sippel sein Team vor einem höheren
Rückstand bewahren. Erst hielt der Keeper gegen Sigurdsson
(46.), dann gegen Salihovic (52.). Von den Gästen war in den
ersten Minuten der zweiten Hälfte so gut wie nichts zu sehen.
Das änderte sich nach knapp einer Stunde. Nach einem
haarsträubenden Fehlpass von Salihovic traf FCK-Torjäger Srdjan
Lakic den Pfosten, Hoffer staubte ab. Nur eine Minute später war
Rodnei per Kopf nach einem kleinen Fehler Starkes zur Stelle. Es
dauerte allerdings nur drei Minuten, bevor Ibvisevic sein
fünftes Saisontor erzielte. Beste Spieler auf Seiten der
Hoffenheimer waren Starke und Rudy. Bei Lautern konnten Tiffert
und Ilicevic überzeugen. |