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1899: Hopp kündigt Rückzug an
Hoffenheims Mäzen will, dass 1899 bald auf eigenen Beinen steht. Er moniert
Anfängerfehler. Das Aus im Pokal macht die Lage nicht leichter.
Quelle:
www.sport1.de -
Von
Nikolai Kube
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Dietmar Hopps Vermögen wird auf
mehr als vier Milliarden Euro geschätzt
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Hoffenheim. Stadionbesuche
wurden für Dietmar Hopp in der Vergangenheit regelmäßig zum
Spießrutenlauf. Immer wieder beschimpften Fans der gegnerischen
Teams Hoffenheims Mäzen - meist mit Schmährufen jenseits der
Gürtellinie. Hopp kaufe wahllos teure Spieler ein,
Wettbewerbsverzerrung sei die Folge. So klang meist seriöser
formulierte Kritik. Doch bei Hoffenheims Mäzen hat ein Umdenken
stattgefunden.
Kein Geld mehr ab 2014
Hopp plant, sein Geld nur noch bis 2014 für die Kraichgauer
auszugeben. "Mein Ziel ist es, noch drei Spielzeiten finanziell
zu helfen", sagte der Milliardär der "Sport Bild". Hopp weiter:
"Ab 2014/15 denke ich, dass wir im Sinne der neuen
Financial-Fair-Play-Regelung nahe null sind. Im operativen
Geschäft wird der Verein dann auf eigenen Beinen stehen."
Financial-Fair-Play? Eine neue Regelung der UEFA, die dafür
sorgen soll, dass die europäischen Klubs aus der Schuldenspirale
herausgeführt werden. So müssen die Vereine einen ausgeglichenen
Haushalt vorlegen. Die Ausgaben dürfen die Einnahmen nicht mehr
übertreffen.
Verein soll auf eigenen Beinen stehen
"Von 2011 bis 2014 darf ein Kapitalgeber maximal 45 Millionen
Euro dazuschießen, um für die Saison 2014/15 die Zulassung für
den Europapokal zu bekommen", sagte Hopp der "Bild". "2019 darf
dann ein Kapitalgeber nur noch 1,9 Millionen Euro pro Saison
dazuschießen." Der Plan des Mäzen: 1899 soll in naher Zukunft
auf eigenen Beinen stehen. Hopp: "Ich werde nicht jährlich zehn
oder 15 Millionen drauflegen. Der Verein muss lernen, ohne mich
zu leben." |
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30 Millionen in den Sand
gesetzt
Er moniert Anfängerfehler bei seinem Klub, die zu
Fehlinvestitionen von über 30 Millionen Euro geführt hätten:
"Wir haben zu viel Gehalt und Ablöse gezahlt und Verträge zu
erhöhten Konditionen verlängert. Das Problem war, dass man
intern wohl dachte, ich sei bereit, alles zu finanzieren", so
Hopp. Vor allem die Personalkosten seien derzeit zu hoch. Die
logische Folge: Der Verkauf zahlreicher Leistungsträger wie
Eduardo (zu Rubin Kasan) oder Luiz Gustavo (zu den Bayern). "Wir
müssen den einen oder anderen Transfer tätigen, um die Lizenz zu
sichern. Es muss ein neuer Geist in Hoffenheim einkehren",
fordert Hopp.
Mit Tanner auf dem richtigen Weg
Allerdings sieht der 70-Jährige seinen Verein auf einem guten
Weg - dank des neuen Managers Ernst Tanner. Denn der setzt -
anders als Vorgänger Jan Schindelmeiser - gezielt auf eigene
Talente. "Es ist gut, dass wir jetzt einen Manager haben, der
schaut: Sind wir in der Jugend gut aufgestellt?", sagte Hopp.
Das "leuchtende" Vorbild sei der schwäbische Rivale VfB
Stuttgart.
Oberes Tabellenmittelfeld als Ziel
Der neueste Transfer von Ryan Babel vom FC Liverpool zeigt
jedoch, dass Hoffenheim auch weiter das ein oder andere
Highlight auf dem Transfermarkt setzen will. Nur so können die
anspruchsvollen Ambitionen der Kraichgauer verwirklicht werden.
Hopp: "Unser Ziel ist nach wie vor, zwischen Platz vier und acht
in der Bundesliga mitzuspielen - aber vor allem auch mit dem
Ziel, in absehbarer Zeit eine schwarze Null zu schreiben."
Aus im DFB-Pokal
Das Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal hätte dem Verein
finanziell durchaus gut zu Gesicht gestanden. Doch nach der
Niederlage in Cottbus muss eben noch ein bisschen mehr gespart
werden. |
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