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Werder-Torjäger Claudio Pizarro
(r.) kommt gegen Marvin Compper zu spät
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Bremen/Hoffenheim. Das
Bundesliga-Debüt ist misslungen - auch mit dem neuen Cheftrainer
Marco Pezzaiuoli hat 1899 Hoffenheim nicht an sportliche bessere
Zeiten anknüpfen können. Die Kraichgauer verloren bei Werder
Bremen mit 1:2 (0:1) und halfen damit gleichzeitig den
schwächelnden Hanseaten wieder auf die Beine.
Für die Gäste war es bereits das fünfte Spiel hintereinander
ohne Sieg. Vor 34.274 Zuschauern im Weserstadion gelang dem
Peruaner Claudio Pizarro in der 36. Minute die Führung. Der
Südamerikaner traf für die bis dahin eher mittelmäßigen
Norddeutschen mit einem unhaltbaren Flachschuss. Die Vorarbeit
leistete mit einem präzisen Pass der österreichische
Nationalspieler Marko Arnautovic. Für den Ausgleich sorgte Boris
Vukcevic (87.), bevor Torsten Frings (90.+2) in letzter Sekunde
der Siegtreffer gelang.
200. Sieg für Schaaf
In einer insgesamt eher durchschnittlichen Partie war der
"Dreier" für die Platzherren - gleichzeitig der 200. Sieg für
Werder-Coach Thomas Schaaf - aber letztlich verdient. "Die
Mannschaft hat diesmal viele Dinge richtig gemacht. Es war klar,
dass wir keinen Zauberfußball bieten konnten. Man hat gesehen,
dass man mit Einsatz sehr viel verbessern kann", sagte der
Jubilar nach der Partie.
Pezzaiuoli macht Mannschaft "keine Vorwürfe"
Sein Gegenüber Pezzaiuoli wollte nach dem verpatzten Debüt nicht
den Stab über seine Elf brechen: "Trotz der Niederlage kann ich
meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen. Lediglich nach dem
0:1-Rückstand waren wir in einigen Szenen zu passiv. Wir hatten
unsere Tormöglichkeiten, haben daraus aber leider zu wenig
Kapital geschlagen." Die Grün-Weißen knüpften zwar spielerisch
an das graue Mittelmaß der Vorrunde an, konnten aber zumindest
kämpferisch überzeugen. In einer insbesondere in der ersten
Halbzeit über weite Strecken zerfahrenen Begegnung mit viel
Geplänkel im Mittelfeld gab es in den ersten 25 Minuten nur eine
nennenswerte Torgelegenheit.
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Prödl trifft die Latte
Bremens Innenverteidiger Sebastian Prödl traf in der zehnten
Minute mit einem Kopfball aus sechs Metern Entfernung nur die
Latte. In der 27. Minute rettete der Bremer Philipp Bargfrede
nach einem Flachschuss von Vedad Ibisevic auf der Linie. Einen
zweiten Gegentreffer verhinderte Hoffenheims Torhüter Tom Starke
mit einer Glanzparade gegen Arnautovic (65.), auch Clemens Fritz
scheiterte mit einem Distanzschuss an dem Keeper (74.).
Kroos läuft für Marin auf
Schaaf hatte auf die schwachen Leistungen von Marko Marin
während der Vorbereitung auf die Rückrunde reagiert und den
Nationalspieler auf die Auswechselbank beordert. Dafür stand der
etatmäßige Bremer Drittliga-Akteur Felix Kroos in der
Startformation der Hanseaten und machte seine Sache gar nicht
schlecht. Auch der Franzose Mikael Silvestre, im Herbst
wochenlang total außer Form, zeigte sich verbessert.
Hoffenheim mit vielen Abspielfehlern
Hoffenheim stand in der Defensive zwar weitgehend sicher, doch
in der Vorwärtsbewegung unterliefen den Gästen immer wieder
Abspielfehler, die im Ansatz gute Spielzüge wieder zunichte
machten. Pezzaiuoli sprang mehrfach verärgert von der Bank auf,
wenn seine Schützlinge wieder einmal einen Pass ins Leere
gespielt hatten. |