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McClaren-Entlassung nur aufgeschoben?
Das Aufbäumen gegen 1899 zieht den Kopf des Coachs aus der Schlinge -
gesichert ist seine Weiterbeschäftigung aber nur kurz.
Quelle:
www.sport1.de
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Steve McClaren wurde 2010
niederländischer Meister mit Twente Enschede
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Wolfsburg/Hoffenheim. Es
regnete nicht in der Wolfsburger VW-Arena. Folglich hatte Steve
McClaren auch keinen Schirm dabei. Ansonsten aber war im selbst
ausgerufenen "Spiel des Jahres" gegen Hoffenheim die Bühne
bereitet für ein ruhmloses Ende des Engländers in seiner Rolle
als Wolfsburger Coach. Geschäftsführer Dieter Hoeneß gab sich
auch nicht viel Mühe, das zu verheimlichen: "Dass in der ersten
Halbzeit Zweifel aufkamen, ist doch klar", gab er hinterher zur
Trainerfrage offen zu. Ein erfolgreiches Aufbäumen am Ende, das
aus einem 0:2 noch ein 2:2 machte, rettete jedoch McClarens Job.
Für wie lange, muss sich aber erst noch zeigen.
Fans fordern nach Rückstand Entlassung
Die letzten 15 Minuten demonstrierten eindrucksvoll, was für ein
Potenzial in der aktuellen Wolfsburg Mannschaft steckt. Die 75
Minuten davor dagegen demonstrierten, was bei diesem Team im
Argen liegt. Emotionslos, unkreativ und zweikampfschwach hatte
sich der Deutsche Meister von 2009 präsentiert und sich von den
Gästen teilweise vorführen lassen. Die Fans hatten lautstark die
Entlassung des englischen Trainers gefordert und die Mannschaft
mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Pause verabschiedet - in
der McClaren lautstark auf seine Spieler einredete und so die
Wende herbeiführte.
"Sie haben sich fürs Kämpfen entschieden"
"Ich habe in der Halbzeit meinen Spielern gesagt, dass sie zwei
Möglichkeiten haben: Entweder sie lassen die Köpfe hängen oder
sie fangen an zu kämpfen", sagte McClaren betont unaufgeregt:
"Sie haben sich fürs Kämpfen entschieden. Das war gut für mich."
Genauso ordnete es Hoeneß ein: "Dass das Team nicht aufgegeben
hat, ist auch ein Kriterium. Die Reaktion war eindeutig." Luiz
Gustavo (34.) und Gylfi Sigurdsson (40.) hatten die
Hoffenheimern bereits fast wie den sicheren Sieger aussehen
lassen, ehe Diego (75.) und Edin Dzeko in der Nachspielzeit
(90+1) den nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt erkämpften.
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Kurze Beschäftigungsgarantie
Und auch die Weiterbeschäftigung ihres Übungsleiters. "Ich habe
keinen Zweifel, dass Steve McClaren auch am Mittwoch im
DFB-Pokal bei uns auf der Trainerbank sitzt", stellte
VfL-Manager Dieter Hoeneß nach dem Spiel klar. Eine
Beschäftigungsgarantie von allzu kurzer Dauer.
Bei Pokal-Aus wird es wieder eng
Bei einer Niederlage im Achtelfinale gegen Energie Cottbus
dürfte es eng werden für den 49-Jährigen. Immerhin warten die
Wolfsburger mittlerweile seit sieben Spielen auf einen Sieg. Und
die Hinrundenbilanz ist als Ganzes ernüchternd. 19 Punkte nach
17 Spielen - die mit internationalen Ambitionen in die Saison
gestarteten Wolfsburger sind weit näher an den Abstiegsrängen
als an den Topteams.
Druck aus dem Aufsichtsrat
Wie ernst die Lage infolgedessen für McClaren ist, zeigt auch
die Tatsache, dass sich vor dem Spiel der eher
öffentlichkeitsscheue Aufsichtsrats-Chef Francisco Garcia Sanz
kritisch zu Wort meldete. "Wir sind selbstverständlich mit der
sportlichen Situation nicht zufrieden", sagte der VW-Manager.
Anlass für Spekulationen bot Garcia Sanz auch, indem er der
Geschäftsführung um Hoeneß "großes Vertrauen" zusicherte, dem
Coach jedoch nicht explizit. Dass McClaren die Mannschaft noch
erreicht, bewies McClaren aber am Samstag. "Er hat die richtigen
Worte gefunden", sagte Marcel Schäfer: "Dass es dabei mal laut
wird, ist doch klar. Wir werden da zusammen rauskommen."
Hoffenheim rutscht ins Mittelmaß
So prekär ist die Lage bei Hoffenheim nicht, aber auch die Gäste
befinden sich in einer Ergebniskrise: Nur ein Sieg aus den
vergangenen sechs Spielen - zum dritten Mal in Folge wurde eine
Führung verschenkt. Die Folge: Der Abstand nach oben vergrößert
sich, als Achter mit 25 Punkten sind die Kraichgauer ins
Mittelmaß abgerutscht. "Wir können noch gar nicht so richtig
glauben wie das Spiel ausgegangen ist. Wenn man ein Spiel so
klar beherrscht, ist ein Punkt zu wenig", sagte Trainer Ralf
Rangnick. |
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