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Luiz Gustavo: Bald Deutscher und auch Bayer?
Hoffenheims brasilianischer Abräumer steht angeblich auf der Wunschliste der
Bayern ganz oben.
Quelle:
www.sport1.de
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Luiz Gustavo (r.) hat in dieser
Bundesligasaison erst 26 Minuten verpasst
Foto:
www.sport1.de |
München/Hoffenheim.
Eigentlich wollte Luiz Gustavo
"nur" Deutscher werden, doch vielleicht wird der Brasilianer
sogar schon bald ein Bayer. "Um kurz nach 8 Uhr haben die ersten
bei mir angerufen und gefragt, ob er dieses oder nächstes Jahr
zu Bayern München geht. Ich wusste da noch gar nicht, um was es
überhaupt geht", sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. Der
52-Jährige hatte erst am Mittwochmorgen von den Berichten über
das angebliche Interesse des Rekordmeisters an seinem
Mittelfeldspieler erfahren. Rangnick musste sich daraufhin bei
dem Südamerikaner, der die deutsche Staatsbürgerschaft anstrebt,
schlau machen.
Rangnick hält sofortigen Wechsel für ausgeschlossen
"Ich habe Luiz angerufen, um ihn zu fragen, ob er etwas weiß",
erklärte der Coach, der nach seinen Telefonaten zu folgender
Feststellung kam: "Luiz musste sich von Seiten der Mannschaft
sicher einiges anhören und wurde aufgezogen - aber einen Wechsel
zu den Bayern in der Winterpause halte ich für ausgeschlossen."
Am Donnerstagnachmittag legte Rangnick sogar noch nach: "Wir
denken gar nicht daran, ihn abzugeben. Er hat bis 2014 Vertrag
und wir wollen die Mannschaft selbst weiter verstärken um unsere
Ziele zu erreichen. Er bleibt auf jeden Fall. Spielchen wird es
da überhaupt nicht geben." Auch Manager Ernst Tanner äußerte
sich ähnlich kategorisch: "Er ist unser bester Spieler. Wir
haben keinen Grund, ihn abzugeben."
15 Millionen Euro Ablöse?
Einen Grund könnten die Bayern allerdings bald in Form eines
dicken Schecks liefern. Denn angeblich verhandeln die Münchner
bereits mit dem 23-jährigen Defensivspieler, der noch bis 2014
bei den Kraichgauern unter Vertrag steht. Im Gespräch ist eine
Ablösesumme in Höhe von 15 Millionen Euro für den Linksfuß, der
seine überragenden Fähigkeiten seit seinem Wechsel nach
Hoffenheim im Sommer 2007 vor allem im defensiven Mittelfeld
unter Beweis gestellt hat. Rangnick glaubt nicht an laufende
Verhandlungen und bezeichnete zudem die gehandelte Summe als
lächerlich. |
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Alles hängt von Hoffenheim ab
"Ich glaube nicht, dass Verhandlungen im Gang sind. Auch die
Summen, die da im Spiel sind. Das ist noch nicht mal unsere
Lachgrenze, geschweige denn unsere Schmerzgrenze. Darüber kann
ich nur lachen", sagte Rangnick. Der Coach scheint allerdings
selbst nicht daran zu glauben, dass Gustavo seinen Vertrag in
Hoffenheim erfüllt. "Ob Luiz bis 2014 bei uns spielt, das will
ich nicht sagen", sagte Rangnick. "Ich werde darum kämpfen, wie
es schlimmer nicht geht, damit er auch nach der Saison noch bei
uns spielt. Natürlich hängt das aber auch von unserer
Entwicklung hat. Luiz ist natürlich ein Spieler, der irgendwann
die Möglichkeit hat, Champions League zu spielen."
Nachfolger von van Bommel?
Die Balleroberung im Zweikampf und das schnelle Einleiten der
Offensive machen den Brasilianer zu einem der besten defensiven
Mittelfeldspieler der Liga. Genau diese Stärke Gustavos, der
auch als linker Verteidiger eingesetzt werden kann, könnte bei
den Bayern schon bald gefragt sein.
Konkurrenz mit Tymoshchuk droht
In München ist der Internetfreak als Ersatz für Kapitän Mark van
Bommel im Gespräch. Der niederländische Vize-Weltmeister, dessen
Vertrag bei den Bayern nach Saisonende ausläuft, wird mit
Ex-Meister VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht. Zudem ist noch
offen, wie es mit Anatoliy Tymoshchuk in München weitergeht. Der
Ukrainer hat eine gute Vorrunde gespielt und wäre auf der
Sechserposition ein potenzieller Konkurrent für Gustavo.
Tymoshchuks Vertrag beim FCB endet 2012.
Hopp: "Wäre ein Wahnsinnsverlust"
Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp beschäftigt sich bereits mit
einem Wechsel Gustavos, der seine früheren Disziplinlosigkeiten
abgelegt und erst vier Gelbe Karten in der laufenden Saison
gesehen hat. "Es wäre eine Ehre für den Spieler, wenn er für
Bayern spielen könnte. Für uns wäre es ein Wahnsinnsverlust",
sagte Hopp der "Bild". Ein Gewinn könnte Gustavo für die
deutsche Nationalmannschaft und Bundestrainer Joachim Löw
werden, wenn der Profi seine angestrebte Einbürgerung weiter
vorantreibt. "Für mich ist die Idee sehr erstrebenswert, den
deutschen Pass zu bekommen und so womöglich für Deutschland zu
spielen", hatte der in Pindamonhangaba geborene
Defensivstratege, der mit vollständigem Namen Luiz Gustavo Dias
heißt, zuletzt erklärt. |
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