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VfB kommt einfach nicht von der Stelle
Selbst gegen zehn Hoffenheimer bleibt ein Sieg verwehrt. Bobic beschwört
die Vergangenheit. Rangnick wütet wegen Vorsah.
Quelle:
www.sport1.de
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Christian Gentner hat bisher 153
Bundesligaspiele bestritten
Foto:
www.sport1.de |
Stuttgart/Hoffenheim.
Vier Spiele ohne Sieg, erneut
spielerisch schwach, noch dazu in Überzahl, und unverändert im
Tabellenkeller: Die Lage beim VfB Stuttgart ist weiter kritisch.
Doch Sportdirektor Fredi Bobic fand nach dem enttäuschenden 1:1
(1:1) im baden-württembergischen Derby gegen 1899 Hoffenheim
seine ganz persönliche Wahrheit auf dem Platz. "Der Rasen hier
ist umgepflügt", sagte er, und fand im ungordneten Zustand der
Spielfläche den Beleg für den Kampfgeist der abstiegsbedrohten
Schwaben. Mit den Tugenden Wille, Kamfbereitschaft und
Leidenschaft soll irgendwann die Wende gelingen.
Stuttgart schwach
"Nur wann?", fragten sich die VfB-Fans unter den 36.800
Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena angesichts der
fußballerisch schwachen Darbietung. Zwar ackerte sich der VfB
nach dem frühen Rückstand durch Sejad Salihovic (11.) zurück ins
Spiel. Doch Martin Harnik glückte lediglich der Ausgleich (34.).
Dabei hatte der VfB, anders als nach eigener Meinung schon viel
zu häufig in dieser Saison, diesmal sogar den Schiedsrichter auf
seiner Seite.
Rangnick sauer
Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) glaubte, bei einem Laufduell
zwischen Isaac Vorsah und Christian Gentner einen Ellbogenschlag
des Hoffenheimers erkannt zu haben - und stellte Vorsah vom
Platz. "Wenn ich in so einer Situation Rot gebe, muss ich
überzeugt sein, dass es Absicht war. Aber Absicht war überhaupt
nicht erkennbar", sagte 1899-Trainer Ralf Rangnick - und lag
richtig. Drees, führte Rangnick weiter aus, hätte es ohnehin
besser wissen müssen. "Wer Isaac kennt, weiß, dass er nicht
einmal eine Fliege an der Wand totklatschen würde. Von mir aus
war es Foul, auch Gelb, aber niemals Rot", wetterte der Coach. |
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Klares Signal
Aus Hoffenheimer Sicht war das Spiel danach gelaufen. Mit der
Einwechslung des defensiven Mittelfeldspielers Tobias Weis (für
Angreifer Vedad Ibisevic) sendete Rangnick das klare Signal an
sein Team: Haltet den Punkt! Obwohl das Remis bei einem
Abstiegskandidaten für die Europacup-Ambitionen von 1899 auch zu
wenig war.
Keller mit Garantie
Stuttgart erspielte sich noch eine Reihe von Chancen. Cacau
nagelte die beste davon an den Pfosten (46.) - und lieferte aus
Sicht von Bobic den letzten Beweis, "dass man in so einer
Situation eben kein Glück hat". Derjenige, der das Glück
erzwingen soll, ist Trainer Jens Keller. Für die ausstehenden
vier Pflichtspiele bis zur Winterpause hat er eine Jobgarantie,
danach könnte er abgelöst werden.
VfB will nachlegen
Die Bilanz von lediglich neun Punkten aus acht Spielen ist allzu
dürftig. Außerdem wird der VfB wohl auf dem Transfermarkt
nachlegen, der Japaner Shinji Okazaki bleibt ein Kandidat. Bis
dahin muss es das vorhandene Personal richten, und Keller traut
dem Team die Wende zu. "Wenn wir bei Hannover 96 und danach so
auftreten, mit so einer Einstellung, mit solchem Herzen, wird
das Glück zurückkommen", sagte er. Bobic nannte dabei Cacau als
Vorbild, der sich "den Arsch aufgerissen" habe.
Bobic hat Vertrauen
Auf die Wiederholung der Geschichte der beiden Vorjahre, als der
VfB in der Rückserie das Feld von hinten aufrollte, will sich
Bobic nicht verlassen. "Man darf nicht glauben, es kommt die
Rückrunde, und wir hauen wieder alle weg. Wir werden lange
brauchen, bis wir da rauskommen." Doch selbst bei Pleiten in
Hannover und gegen Bayern München und dann weiter nur zwölf
Punkten sei der VfB noch nicht tot. "Ich habe mal mit Hertha
zwölf Punkte nach der Vorrunde gehabt und bin auch nicht
abgestiegen", sagte Bobic. Die Wahrheit - sie lag für ihn jetzt
in der persönlichen Vergangenheit. |
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