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Verkehrte Stürmer-Welt in Frankfurt
Vedad Ibisevic
meldet sich in Frankfurt mit einem Doppelpack zurück. Eintrachts Goalgetter
wird zum Sündenbock.
Quelle:
www.sport1.de

Vedad Ibisevic (M.) gelangen in Frankfurt zwei Treffer binnen 63
Sekunden
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www.sport1.de |
Frankfurt/Hoffenheim. Als Top-Torjäger Theofanis Gekas
traurig und geschlagen vom Platz schlich, befand sich Vedad
Ibisevic längst im siebten Himmel. Mit seinem ersten Doppelpack
seit sieben Monaten hat sich der zuletzt immer wieder hart
kritisierte Angreifer von 1899 Hoffenheim eindrucksvoll
zurückgemeldet. "Wenn man vier Spiele auf der Bank gesessen hat,
dann sind die zwei Tore natürlich ein gutes Gefühl. Ich habe
eben immer auf meine Chance gewartet", sagte Ibisevic nach dem
4:0 (1:0)-Sieg bei Eintracht Frankfurt.
Extra-Lob vom Trainer
Dem bosnischen Nationalspieler war die Erleichterung anzusehen.
Dabei hatte Ibisevic nach der ungewohnten Bankdrückerei der
letzten Wochen gar nicht unbedingt mit seinem Einsatz gerechnet.
"Ich war überrascht, von Anfang an zu spielen. Denn die
Konkurrenz bei uns im Sturm ist sehr gut", sagte der 26-Jährige,
der ein Extralob von seinem Trainer Ralf Rangnick bekam: "Seine
Leistung war klasse." Zuletzt hatte U21-Nationalspieler Peniel
Mlapa, der als Einwechselspieler den Endstand besorgte (90.),
Ibisevic den Rang abgelaufen.
Altintop kritisiert Gekas
Während Matchwinner Ibisevic mit seinem Doppelschlag binnen 63
Sekunden (69./70.) den Weg zum ersten Auswärtssieg der
Kraichgauer seit zwölf Wochen ebnete, war ausgerechnet der
bislang beste Bundesliga-Torschütze Gekas der
Eintracht-Sündenbock. "Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei
Super-Chancen und hätten mit einer Führung in die Pause gehen
können", kritisierte Halil Altintop Gekas indirekt.
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"Zu lange auf
den Torwart geschaut"
Der stille Grieche, der an den ersten zwölf Spieltagen elfmal
getroffen hatte, vergab in der Anfangsphase gleich zweimal
freistehend. "Theofanis hat einen Augenblick zu lange auf den
Torwart geschaut. Dann hat er den Ball nicht sauber getroffen",
sagte Frankfurts Trainer Michael Skibbe über die klare Chance in
der sechsten Minute, als Gekas aus kurzer Distanz an 1899-Keeper
Daniel Haas scheiterte. Noch vor der Pause hatte Boris Vukcevic
(31. ) die Gäste verdient in Führung geköpft.
Ochs glaubt nicht an Knacks
Durch die erste Niederlage nach zuvor acht Pflichtspielen ohne
Niederlage verpasste die Eintracht den Sprung auf den vierten
Platz - und wurde von Hoffenheim überflügelt. Frankfurts Kapitän
Patrick Ochs wollten von einem herben Rückschlag aber nichts
wissen. "Das gibt uns keinen Knacks. Dazu haben wir in den
Wochen zuvor zu gut Fußball gespielt. Wir wissen, wie wir damit
umzugehen haben", sagte der Mittelfeldspieler und blickte voller
Zuversicht dem nächsten Spiel bei Bayern München entgegen.
Schiedsrichter unter Beschuss
Trainer Skibbe wollte nach seinem 300. Spiel als Bundesligacoach
aber nicht Gekas als Schuldigen der dritten Heimpleite
ausmachen. Vielmehr stand Referee Markus Wingenbach aus Diez im
Mittelpunkt der Frankfurter Schelte. "Wenn ein Schiedsrichter es
schafft, eine ganze Mannschaft gegen sich aufzubringen, dann
kann es nicht allein an den Spielern liegen", sagte Skibbe und
unterstellte dem 31-Jährigen, das Spiel "verpfiffen" zu haben.
Handelfmeter verwehrt
Skibbe bezog sich vor allen Dingen auf die Szene in der 56.
Minute, als Hoffenheims Stürmer Demba Ba einen Schuss von
Altintop mit dem Arm im Strafraum der Gäste blockte. "Das war
ein klarer Elfer", sagte Eintracht-Abwehrspieler Maik Franz,
während Vorstandsboss Heribert Bruchhagen ironisch anfügte: "Der
Schiedsrichter hat sich um Neutralität bemüht. Das ist ihm
eindrucksvoll gelungen." |
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