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Bayern
brauchen Punkte und Tore
Der
FC Bayern muss in Hoffenheim gewinnen, um nicht den Anschluss zu verlieren
Quelle:
bundesliga.de
- Von Peter Seiffert
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Thomas Müller nach einer vergebenen Chance gegen Köln - in
Hoffenheim setzt Bayern auch auf seine Torgefährlichkeit
Bild-Quelle:
bundesliga.de |
Hoffenheim/München.
Der FC Bayern muss
in Hoffenheim gewinnen, um nicht den Anschluss zu verlieren -
sagen einige Spieler. Torhüter Jörg Butt ist sich aus einem
einfachen Grund recht sicher, dass gegen die Kraichgauer
zumindest die Torflaute beendet wird.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir vier Mal in Folge kein
Tor schießen", begründet er seine Zuversicht nach den Spielen in
Kaiserslautern (0:2), gegen Bremen und gegen Köln (jeweils 0:0).
Während der Torhüter gegen die "Geißböcke" mit zwei Paraden das
Unentschieden festhielt, nimmt Sportdirektor Christian Nerlinger
die Offensive des Rekordmeisters in die Pflicht. "Wir haben in
vier Spielen zwei Tore geschossen. Das ist für unsere Ansprüche
zu wenig", sagt er.
"Gewaltiger Abstand nach oben"
In Hoffenheim treffen die Bayern auf einen Gegner, der bereits
fünf Punkte und sieben Tore Vorsprung hat und mit seinem
dynamischen Spiel ansatzweise an die berauschende Vorrunde 2008
erinnert. "So langsam wird es schwer, weil wir schon einen
gewaltigen Abstand nach oben haben", warnt FCB-Verteidiger
Philipp Lahm. Sein Kapitän Mark van Bommel glaubt indes, dass
1899 deutlich offensiver als der 1. FC Köln ins Spiel gehen
wird. "Ich mache mir keine großen Sorgen", sagt er.
1899-Coach Ralf Rangnick hofft aber, dass sein Team gegen die
Bayern über sich hinauswächst: "Wir müssen eine Topleistung
zeigen, um überhaupt was zu holen. Bisher haben wir noch nicht
konstant über 90 Minuten auf dem Niveau gespielt, das wir gegen
Bayern brauchen. Das müssen wir umsetzen, sonst sehen wir
schlecht aus."
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Compper, Beck und Salihovic als Aktivposten
Bayerns Trainer Louis van Gaal erwartet deshalb, dass der Gegner
diesmal weniger defensiv spielt. "Hoffenheim will auch Fußball
spielen - bisher war das leider nicht der Fall", sagt er. Wichtig
sei, dass der Rekordmeister im März, April oder Mai wieder oben
stehe. "Ich habe die Situation analysiert und kann nicht sagen, dass
wir schlecht spielen. Wir spielen viel besser als letztes Jahr." Von
seiner Mannschaft fordert van Gaal "Positionsspiel in hohem Tempo".
Aufpassen müssen die FCB-Profis vor allem auf die Aktivposten der
Hoffenheimer: Die beiden Außenverteidiger Marvin Compper und Andreas
Beck verzeichneten in den bisherigen Spielen über 100 Aktionen pro
Spiel, ebenso wie Sejad Salihovic, der allerdings im jüngsten Spiel
beim FCK nur auf 64 Aktionen kam. Zum Vergleich: Beim FC St. Pauli
kam er auf 144, fast so viele wie Bastian Schweinsteiger nun gegen
Köln mit 154.
Das bayerische Selbstbewusstsein hat nicht gelitten
In der vergangenen Saison trafen Hoffenheim und Bayern direkt am 1.
Spieltag aufeinander und trennten sich 1:1. Im Rückspiel gewann der
FCB mit 2:0. Den zweiten Treffer markierte damals Miroslav Klose,
der gegen Köln blass blieb. Dennoch ist er zuversichtlich: "Ich bin
sicher, dass wir das Glück momentan nicht auf der Seite haben. Wir
müssen einfach im Training weiter hart arbeiten, damit das
Automatismenspiel funktioniert."
Das typische Selbstbewusstsein jedenfalls lassen sich die Bayern von
ihrem durchwachsenen Saisonstart nicht nehmen. So sagt Toni Kroos:
"Hoffenheim hat auch eine gute Mannschaft, aber logisch ist auch,
dass wir dahin fahren, um zu gewinnen." Und Torhüter Butt fordert
nicht nur in Hoffenheim, sondern auch gegen Tabellenführer Mainz am
kommenden Wochenende einen Sieg: "Wir müssen zusehen, dass wir jetzt
die Kurve kriegen. Da müssen jeweils drei Punkte her." |

Das bislang
letzte Spiel in Sinsheim endete 1:1 - in der 25. Minute
erzielte Ivica Olic (M.) das 1:0 für Bayern... |

... aber in
der 41. Minute glich Chinedu Obasi für Hoffenheim aus.
Diesmal will Bayern drei Punkte mitnehmen |
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