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Guter Tipp von Rangnick junior
Der Hinweis kam übrigens von Rangnicks Sohn Kevin, der als Schüler
in England Sigurdsson hat spielen sehen. Der Mann aus Reykjavik
debütierte in der Bundesliga beim 2:0-Sieg vor einer Woche gegen
Schalke und war nach seiner kuriosen Torpremiere für Hoffenheim in
Lautern erstmal "happy". Noch kann er nur ein paar Worte Deutsch,
aber er verspricht, die Sprache schnell zu lernen.
Als Freistoßspezialist hat er sich auf der Insel und in den
isländischen Auswahlmannschaften aller Alterklassen längst einen
Namen gemacht. Im August machte auch die deutsche
U-21-Nationalmannschaft beim 1:4 in der EM-Qualifikation gegen
Island Bekanntschaft mit dieser Qualität, Sigurdsson war unter den
Torschützen. Der Isländer glaubt, im deutschen Fußball seine Stärken
noch besser einbringen zu können. Obwohl die dramatische Partie auf
dem Betzenberg ein "hartes Spiel vor unglaublichem Publikum" gewesen
sei, sei das Spiel in Deutschland "technischer" als in England - das
Spiel auf der Insel dagegen vielleicht noch "leidenschaftlicher".
Sigurdsson bleibt bescheiden
Erst wenn er genug Deutsch spreche und er sich auf dem Platz
anständig unterhalten könne, könne er vielleicht von Anfang an
spielen, meint Sigurdsson bescheiden. In der Offensive kann der
Isländer alle Positionen bekleiden, mit seiner Schnelligkeit und
seiner fixen Auffassungsgabe passt er zur variablen Spielweise der
Hoffenheimer.
"Gylfi ist ein torgefährlicher, offensiver Mittelfeldspieler, bei
dem wir noch sehr großes Entwicklungspotenzial sehen", sagt
Hoffenheims Manager Ernst Tanner über die Neuerwerbung: "Er ist
groß, robust, technisch gut, beidfüßig und hat einen sehr guten
Torabschluss." Vier Jahre läuft der Vertrag des Talents in
Hoffenheim. Jetzt freut er sich erstmal auf das Spiel gegen Bayern,
sagt er. Man darf dem jungen Mann durchaus zutrauen, schon in der
ersten Elf zu stehen, bevor er fließend Deutsch spricht. |