|

Demba Ba spielt
seit 2007 für Senegal, das Heimatland seiner Eltern
Foto:
www.sport1.de |
Rostock/Hoffenheim. Mit einem lockeren Ostseespaziergang bei
Hansa Rostock hat 1899 Hoffenheim durch einen 4:0 (4:0)-Erfolg
die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht und sich gut auf den
wesentlich schwierigeren Bundesligaauftakt in der nächsten Woche
gegen Werder Bremen eingestimmt. Die Kraichgauer waren vor
12.600 bewundernswert geduldigen Zuschauern nie gefährdet. Sie
profitierten bei den Toren von Demba Ba (14.), Vedad Ibisevic
(18., 32.) und Peniel Mlapa (28. ) vor der Pause allerdings auch
von krassen Abwehrfehlern der überforderten Gastgeber.
Zufriedener Rangnick
"Das Spiel ist so gelaufen, wie wir es uns gewünscht haben, wir
haben Rostock durch Pressing in Schwierigkeiten gebracht", sagte
Trainer Ralf Rangnick, der Nationalspieler Andreas Beck zum
neuen Mannschaftskapitän bestimmt hat. "Es war ein wichtiger
Test für uns aber noch kein endgültiger Gradmesser", so der
Hoffenheim-Trainer, "den kriegen wir erst in der nächsten
Woche." Sein Kollege Peter Vollmann erkannte die Überlegenheit
des Bundesligisten neidlos an: "Man hat den Unterschied von zwei
Ligen gesehen. Meine Spieler waren teilweise überfordert."
Eduardo zunächst auf der Bank
Die Gäste spielten von Anfang an hochkonzentriert ihre
technische und körperliche Überlegenheit aus. Die Warnungen von
Rangnick, den Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen, waren
offenbar bei den Spielern angekommen. Rangnick verzichtete in
der ersten Hälfte noch auf Spielmacher Carlos Eduardo, der in
der Woche noch ein Länderspiel in den USA bestreiten musste und
noch müde war. Das Fehlen des Brasilianers machte sich aber zu
keinem Zeitpunkt bemerkbar. |
|
Rangnick
fordert Neuzugänge
Rangnick freute sich insbesondere darüber, dass seine Stürmer
trafen und sich gegenseitig die Bälle auflegten. Dennoch will er
bis Ende der Transferperiode am 31. August noch zwei Neuzugänge
verpflichten: "Vorne und im Mittelfeld brauchen wir noch zwei
richtig gute Spieler, schon zahlenmäßig." Das frühe 1:0 für den
Bundesligisten brachte zusätzliche Sicherheit auf der einen und
Verunsicherung auf der anderen Seite. Nach einem Querschläger
des unglücklichen Robert Müller Ba wurde Ba von Ibisevic
mustergültig angespielt.
Ibisevic mit der Vorentscheidung
Fünf Minuten später sorgte der Bosnier dann nach einem kapitalen
Fehlpass von Müller selbst für die Vorentscheidung. Erst danach
schaltete Hoffenheim ein wenig zurück und erlaubte Hansa in der
23. Minute den ersten Torschuss. Kapitän Sebastian Pelzer
verpasste das vom neuen Torwart Tim Starke Gehäuse aber knapp.
Rostock um Ehrentreffer bemüht
Nachdem der 1,3 Millionen-Euro Zugang Mlapa nach Pass von
Ibisevic auf 3:0 erhöht hatte, war die Partie schon vor der
Pause entschieden. Ibisevic hatte bei seinem zweiten Treffer
nach Flanke von Mlapa allein vor Torwart Jörg Hahnel ganz
leichtes Spiel. Im zweiten Durchgang verwaltete Hoffenheim ohne
großes Engagement die Führung, während sich Rostock immerhin
noch um den Ehrentreffer bemühte. Mohammed Lartey (64.) hatte
dabei die größte Chance, scheiterte aber freistehend an dem toll
reagierenden Starke. |