
Vedad Ibisevic (r., hier gegen Tomas Rincon)
erzielte in dieser Saison bereits zwölf Tore.
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Hoffenheim.
Mit einem Paukenschlag meldet sich 1899
Hoffenheim zurück. Nach sieben Spielen ohne Sieg, in denen gerade mal
zwei Treffer gelangen, hat vor allem die Offensive beim 5:1 Sieg über
den Hamburger SV zurück in die Spur gefunden. Verständlich daher die
allseitige Erleichterung nach dem Abpfiff. "Das hat heute sehr gut
getan", sagte Ralf Rangnick, der sich vor allem über die Torausbeute
freuen konnte: "Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann wir das
letzte Mal so viele Tore geschossen haben." Der Trainer sah im Erfolg
auch die Bestätigung der ansteigenden Form bei Hoffenheim: "Wir wollten
die gute Leistung gegen den BVB heute wiederholen und zusätzlich auch
fußballerisch wieder Glanzpunkte setzen."
Vorzeitiges Geburtstagsgeschenk für Dietmar Hopp
Das gelang den Hoffenheimern eindrucksvoll. Vor allem die erste
Halbzeit, die 1899 dank zwei Treffern von Vedad Ibisevic und einem von
Chinedu Obasi mit 3:0 beendete, wirkte wie eine Zeitreise in die
Hinrunde der letzten Saison. Bei Jubilar Dietmar Hopp, der am 26. April
seinen 70. Geburtstag feiert, rief das Spiel folgerichtig "schöne
Erinnerungen wach."
Frühe Führung legt den Grundstein
Die Gründe für die Höhe des Siegs waren denn auch schnell gefunden. "Die
frühen Tore haben uns gut getan und uns die nötige Sicherheit
verschafft," sagte Rangnick. Auch für Marvin Compper war die zeitige
Führung maßgeblich: "Wenn man sich am Anfang so belohnt, wird vieles
einfacher. Das hat uns zuletzt of gefehlt." Ibisevic sprach von einem
"Selbstläufer" und Christian Eichner, der das 3:0 nach einem
mustergültigen Solo vorbereitete, betonte: "Da ist ein riesiger Knoten
geplatzt und der Druck von der Mannschaft abgefallen."
Wie schwer dieser auf dem jungen Team lastete, machte Chinedu Obasi,
ebenfalls zweifacher Torschütze, deutlich: "Für die Mannschaft war das
ein wichtiger Sieg. Wir haben die letzten Wochen viel geredet und die
Situation immer wieder analysiert. Jetzt fehlte nur noch ein
Erfolgserlebnis." |
Versöhnung mit den Fans
Das Verhältnis zu den Fans, das in der jüngsten Vergangenheit gelitten
hatte, scheint nun wieder hergestellt. "So eine Negativserie geht nicht
spurlos an einem vorbei. Für unsere Fans war es heute ein besonders
schöner Tag", wusste Rangnick die Wirkung des Erfolgs auf den eigenen
Anhang einzuschätzen. Statt wie zuletzt Pfiffe gellten diesmal "Die TSG
ist wieder da" Sprechchöre durchs Stadion. Begleitet vom
ohrenbetäubenden Lärm der "Vuvuzuelas", die ein Sponsor vor dem Spiel
verteilte. "Gewöhnungsbedürftig" nannte Rangnick die spezielle
Geräuschkulisse der afrikanischen Trompeten.
"Den Spirit transportieren"
Die letzten beiden Partien gegen Eintracht Frankfurt und den VfB
Stuttgart bleiben für die Kraichgauer, unabhängig von der Tabelle,
wichtig. "Wenn wir die Saison auf dem Niveau beenden, gelingt es uns
vielleicht, die positive Stimmung auch in die nächste Spielzeit zu
transportieren," sagte Eichner. Auch Compper sieht in den ausstehenden
Partien eine Chance: "Das ist genau der Spirit, den wir in die letzten
beiden Spiele und darüber hinaus in die neue Saison transportieren
müssen. Dann ist für da uns auch sicherlich wieder mehr drin."
Aus Hoffenheim berichtete Daniel Dillmann |