|
Schwarzer Sonntag: Dortmund geschockt
Mit seinem Last-Minute-Tor verhindert Ibisevic Dortmunds Sprung auf Platz
drei. Nicht die einzige Hiobsbotschaft für den BVB.
Quelle:
www.sport1.de
|

Der
Führungstreffer von Nelson Valdez reichte nicht zum Sieg
Foto:
www.sport1.de |
Dortmund/Hoffenheim. Zwei
verletzte Stammspieler und ein Gegentor kurz vor Schluss:
Borussia Dortmund erlebte beim geplanten Sprung auf einen
Champions-League-Platz einen ganz bitteren Nachmittag. Beim 1:1
(0: 0) gegen 1899 Hoffenheim traf Vedad Ibisevic kurz vor dem
Abpfiff ins Netz und versetzte das Tollhaus Dortmund in einen
kollektiven Schock Zunächst war der Treffer sogar als Eigentor
von Mats Hummels gewertet worden, aber der Dortmunder
Innenverteidiger sagte nach dem Spiel, dass er den Ball nicht
berührt habe. "Es fühlt sich ungerecht an. Die Stimmung in der
Kabine ist dem Spielausgang entsprechend", sagte BVB-Trainer
Jürgen Klopp. Durch das späte Gegentor verpasste der BVB nicht
nur die Chance, aus eigener Kraft die Qualifikation zur
Königsklasse zu erreichen.
BVB spürt den Atem der Verfolger
Mit dem Unentschieden rutschte die Borussia (53 Punkte) auf den
fünften Tabellenplatz ab und spürt im Kampf um die
internationalen Plätze nun den Atem der Verfolger. Der VfB
Stuttgart (50) hat als Tabellensechster nur noch drei Punkte
Rückstand zum BVB, der allerdings dicht hinter Werder Bremen und
Bayer Leverkusen (beide 54) liegt.
Barrios' Treffer nicht gegeben
Klopp ärgerte sich zusätzlich über einen wegen angeblicher
Abseitsstellung nicht anerkannten Treffer von Lucas Barrios:
"Wir haben ein wunderschönes Tor gemacht, das nicht gegeben
wurde, danach das 1:0 erzielt und sind für den einzig wirklichen
Fehler bestraft worden", so Klopp, der neben dem späten
Ausgleich auch noch den Verlust zweier wichtiger Spieler zu
beklagen hatte. Nuri Sahin musste wegen eines Nasenbeinbruches
schon nach 21 Minuten ausgewechselt werden, nur sieben Minuten
später wurde Mohamed Zidan vom Platz getragen. Der Ägypter zog
sich ohne Einwirkung des Gegners eine Blessur im rechten Knie
zu, es besteht sogar Verdacht auf einen Kreuzbandriss. |
|
Rangnick mit
dem Punkt zufrieden
Vor 80.100 Zuschauern hatte der eingewechselte Nelson Valdez in
der 57. Minute den Führungstreffer des BVB. Beim Ausgleich für
die Hoffenheimer, die seit sieben Spielen auf ein
Erfolgserlebnis warten und beinahe die dritte Niederlage in
Serie kassiert hätten, drückte Ibisevic den Ball über die Linie.
"Das war das einzige Mal, dass wir gefährlich vors Tor gekommen
sind. Deshalb müssen wir froh sein, dass wir den Punkt noch
geholt haben", sagte Hoffenheims Keeper Timo Hildebrand: "Aber
mit dem Hurra-Fußball ist es bei uns ja schon lange vorbei."
Trainer Ralf Rangnick war dagegen zufrieden: "Dass wir nach den
letzten Wochen nicht fußballerisch glänzen konnten, war klar.
Aber wir sind als Mannschaft aufgetreten und haben uns den Punkt
verdient."
Kontertaktik bei Hoffenheim
Von der ersten Minute an war die Strategie der Gäste
offensichtlich: Aus einer verstärkten Abwehr wollten die
Kraichgauer mit Kontern zum Erfolg kommen. Die Borussen taten
sich zunächst sehr schwer, ihren Rhythmus zu finden und ihren in
den Heimspielen gewohnten Angriffsdruck aufzubauen. Die zuletzt
heftig kritisierten Hoffenheimer tauchten nur sporadisch in der
Nähe des Dortmunder Gehäuses auf und agierten zu hausbacken, um
die Abwehr vor BVB-Keeper Roman Weidenfeller zu überraschen.
BVB gerät aus dem Tritt
Nach den kurzfristigen Wechseln durch die Verletzungen von Sahin
und Zidan benötigte Dortmund einige Minuten, um sich neu zu
sortieren. Folglich blieben auch in der Folge zwingende
Torchancen aus. Zudem präsentierte sich Hildebrand als
verlässlicher Rückhalt seines Teams.
Valdez mit der Führung
Wesentlich aggressiver und torgefährlicher begannen die
Borussen, die auf den gelbgesperrten Marcel Schmelzer verzichten
mussten, nach dem Wechsel. Aber auch die Gäste gaben ihre
Passivität der ersten 45 Miunuten auf und suchten verstärkt den
Weg in die Offensive. Doch für die Kraichgauer ging der Schuss
nach hinten los, als der für Zidan eingewechselte Valdez nach
einer Flanke von Kevin Großkreutz zum 1:0 einköpfte. In der
Schlussphase drängte Hoffenheim auf den Ausgleich, und dem BVB
boten sich die Räume zum kontern. Einige vielversprechende
Angriffe zur möglichen Vorentscheidung ließen die Schwarz-Gelben
jedoch ungenutzt, dann schlug Ibisevic zu. |
|
|
Werden Sie
bei uns Mitglied!
Aufnahmeantrag hier downloaden!
[klick] |
[zurück] |