|

Manager Jan
Schindelmeiser (l.) will an Ralf Rangnick festhalten
Foto:
www.sport1.de |
Hoffenheim.
Trotz der Krise
bei 1899 Hoffenheim und der heftigen Kritik von Mäzen Dietmar
Hopp wird Ralf Rangnick Trainer beim Herbstmeister der Vorsaison
bleiben. "Die Zukunft von Ralf Rangnick steht nicht in Frage,
weil er der beste Trainer ist, den man sich vorstellen kann",
sagte Manager Jan Schindelmeiser. Er dementierte zudem Berichte
über ein für diese Woche terminiertes Krisengespräch zwischen
Hopp und Rangnick.
Schindelmeiser hat Verständnis für Hopp-Kritik
"Es gibt keinen anberaumten Krisengipfel oder etwas
ähnliches. Das ist Unsinn. Vielleicht treffen sich Dietmar Hopp
und Ralf Rangnick und sprechen über die Situation, weil es der
Wunsch des Trainers ist", erklärte Schindelmeiser, der mit
Verständnis auf die Hopp-Schelte reagierte: "Ich bin nicht böse,
wenn Dietmar Hopp auch mal ein Ventil braucht. Ich weiß, dass er
mittlerweile schon wieder anders darüber denkt." Hopp hatte den
Profis, die erst sieben Punkte in der Rückrunde holten und im
grauen Niemandsland der Tabelle angekommen sind, Alibi-Fußball
sowie mangelnde Einsatzbereitschaft vorgeworfen. "Ich will mich
nicht an die Situation gewöhnen"
Vor Hopp hatte auch Schindelmeiser selbst die Spieler heftig
kritisiert und von der Mannschaft vor dem Spiel am Sonntag gegen
Werder Bremen einen "Bewusstseins- und Umdenkungsprozess"
gefordert.
Schindelmeiser steht immer noch zu dieser Kritik, relativierte
aber seine Äußerungen. "Die Orientierung geben wir schon vor.
Kritik muss auch mal zum Ausdruck gebracht werden. Ich will mich
nicht an die Situation gewöhnen", meinte der Manager: „Aber das
wissen die Jungs auch. Der eine oder andere ist eben
verunsichert. Man kann nicht alles auf den Schultern der Spieler
abladen. Da sehen wir uns schon als Gesamtgebilde."
Rangnick will von Abschied nichts wissen
Schindelmeiser hofft, dass der Klub die momentane Krise
erfolgreich meistern kann und sich positiv weiterentwickelt.
"Diese Situation ist auch eine Chance für uns. Wenn wir sie
überstehen, können wir gestärkt daraus hervorgehen", erklärte
der Funktionär: "Rückschläge sind normal. Wir müssen nur die
richtigen Schlüsse daraus ziehen." An der Bewältigung der Krise
will auch Rangnick, dessen Vertrag bis 2011 läuft, tatkräftig
mitarbeiten. Der Coach, der zuletzt ausgelaugt wirkte, will
entgegen den Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied aus
dem Kraichgau die Wende schaffen. "Ich habe die Kraft, was zu
bewegen", sagte Rangnick der Rhein-Neckar-Zeitung. |